Rasur des Tages, 29.10.14

-heisses Tuch
-ToOBS Aromatherapy Pre Shave Oil
-Fitjar Fjellheim RS
-24er Omega puro tasso
-Wilkinson Sticky
-Triton R3 (3)
-m+g+q
-kalte Gesichtswäsche
-ToOBS A Gentleman’s ASL
-ToOBS A Gentleman’s Cologne

Die gepflegte Rasur für das Nassrasurtreffen am Abend.

Rasur des Tages, 27.10.14

-heisses Tuch
-Calani Bartpflegeöl als Preshave
-Calani Bay Rum RS
-Nightdivers Jade Two Band
-Gillette Aristocrat No. 22 (1949) Rhodium plated
-KAI DE Klinge (1)
-m+g+q
-kalte Gesichtswäsche

Die Klinge ist in der Liga der ungeliebten Feather. Spots wohin das Auge blickt.

Rasur des Tages, 22.10.14

Die heutige
-heisses Tuch
-Proraso pre e dopo barba
-New Forest 22er Finest Silvertip 2213
-Czech & Speake No 88 RS
-Unbekanntes Messerchen, selbst geschärft
-m+q+g
-kalte Gesichtswäsche
-Azzaro Homme AS

Rasur des Tages, 20.10.14

-heisses Tuch
-Floid Sandolor
-Nightdivers 28er Two Band Walnussgriff
-PPF Briar RS
-Cooper Monobuilt
-Triton R3 (1)
-m+g+ ausputzen
-Puig Agua Brava AS

 

Ein interessanter Hobel. Mit der DDR Klinge sehr sanft und schliesslich gut rasiert.

Rasur des Tages, 15.10.14

-heisses Tuch
-Floid Sandolor Pre Shave
-Musgo Real Orange-Amber RC
-Nightdivers 24er Super-2-Band in Jade
-7/8″ Ralf Aust, Amerikanischer Kopf
-m+g+q
-kalte Gesichtswäsche
-Musgo Real Orange-Amber EdC & ein Tüfpchen 444 AS

James Bronnley – Gentlemens EdC – Gentlemens AS

Orangenauftakt mit würzig-holzigem Agrumenfinale

Leider sagte mir mein Händler, dass dieses tolle Wässerchen nicht mehr hergestellt wird. Ich habe mir das After Shave und die Rasiercreme (die übrigens eine Diva ist) zugelegt.

Eine Kopf-, Basis- und Herznote heraus zu kristallisieren ist sehr schwierig.

Beim ersten Auftragen erscheint eine sehr florale Orangennote, die richtig unverfälscht wahrnehmbar ist, so gar nicht künstlich – eher wie beim Auspressen von reifen Orangen.
Weiter verändert sich der Duft nicht sehr, ausser dass mit zunehmender Dauer des Verweilens auf der Haut die Holznoten sanft und lieblich die Nase streicheln und dann in einen würzigen Agrumencocktail übergehen, der vom Duft her so stehen bleibt, um sich langsam nach und nach abzuschwächen.

Ich konnte nicht herausfinden, wann dieser schöne Duft entwickelt wurde. Ich zähle ihn jedoch zu den „Alten“ Düften. Ich vergleiche den Duftcharakter mit dem des Wellington von Geo.F. Trumper. Diese Art Düfte gehören so gar nicht mehr in unsere Zeit, wirken aber im künstlichen Dufterleben unserer Gegenwart sehr erfrischend und erregen Aufsehen – gerade weil sie in dieser Art nicht mehr „Saison“ haben.

Ein galanter Duft für den gepflegten Herrn, der sich gerne mit einem Hauch Romantik oder Art Deco umgibt. Schade, dass ich ihn zu spät kennen lernen durfte.

Edith meint: Mittlerweile habe ich mich auch mit dem EdC und weiteren Flaschen des AS für einige Zeit eindecken können. Ich mag diesen Duft wirklich. Ich denke, was noch erhältlich ist, ist Abverkauf. (13.01.14)

Wellington von Geo.F. Trumper

Ich werde versuchen, meine grenzenlose Begeisterung etwas zu zügeln.
Diesen Duft habe ich erstmals im November 2011 erschnüffelt, als ich an einem Kurs für die Nassrasur mit Rasiermesser und Rasierhobel teilgenommen hatte.
Dieser Duft ist der Gentleman Duft des englischen Herrn. Er verkörpert für mich 3 englische Tugenden (Ich bitte um Nachsicht, wenn ich jetzt in ein Stereotyp verfalle).

-Höflichkeit – Wellington drängt sich nicht schrill auf.
-Fair Play – Wellington ist ein ehrlicher Duft aus natürlichen Ingredienzien
-Zurückhaltung – Wellington ist ein zurückhaltender Duft, der dem Stil verleiht, der ihn trägt.

Ich habe dann Trumpers Wellington im Regal stehen lassen und mir Taylors Sandalwood gekauft.
Ich werte das nicht als Fehler – nein – eher als ein Versäumnis.
Am 21. Februar 2012 hatte ich die Gelegenheit zu einem Kurztripp nach London. Mein direkter Weg vom Flughafen Heathrow führte zwangsweise ins Hotel in Soho, aber dann konnte ich es kaum erwarten nach Mayfair zu gelangen. Ich bekenne kleinlaut, dass ich erst Taylors aufsuchte und erst, sozusagen als Sahnehäubchen, zuletzt bei Geo. F. Trumper vorbeischaute. Nun durfte er endlich zu mir kommen dieser grossartige Gentleman Duft.

RdT-11.03.13
Ich gebe zu, ich habe Blenheim Bouquet von Penhaligon’s ebenfalls getestet, ich habe mir umgehend die Rasiercreme dazu gekauft – aber – das Wellington Cologne von Trumpers ist eine Spur analoger, echter, feiner, obwohl diese Blenheim-Bouquet-Düfte nahezu identisch sind.

Die Kopfnote explodiert förmlich in einer Agrumen-Orgie aus Orange, Bergamotte und Zitrone (diese jedoch nur ganz leicht und unaufdringlich). Gleich darauf erscheint ein würziger Rosmarin Duft.
Die Herznote ist leicht zu erahnen, vor allem die Rose. Sie verbindet sich harmonisch mit dem sehr leichtfüssig daherkommenden Moschus der Basisnote.

Wellington duftet insgesamt warm, würzig und leicht blumig – aber ein männliches Blumig – im Unterschied zu floral, dem ich eher ein weibliches Attribut zuschreibe. Zurück bleibt ein frisch zitrischer Duft mit ganz wenig Moschus.

Was mich an diesem Duft aufs Äusserste fasziniert, ist die Geburtsstunde. Ein Jahr nach Geschäftsgründung von Geo.F. Trumper in London, Leute; 1876. Stellt euch das einmal vor. Diesen Duft, der nach Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington, Militärführer, Stratege, Sieger über Napoleon bei der Schlacht von Waterloo und Premierminister Englands benannt ist, haben bereits Staatsmänner und Könige getragen. Ich weiss, ich oute mich hier gerade als absoluten Nostalgiker. Aber sind sie nicht schön und wertvoll diese „alten“ Dinge? Wie oft haben wir uns alle über Dinge der Neuzeit geärgert? Über Wellington werde ich mich nie ärgern müssen.

Das Flakon ist aus geätztem Glas, matt, sehr wertig und mit der Krone des Hoflieferanten aus Messing versehen. Schraubt man die Krone ab erscheint ein Splasher. Also nicht sparsam die Flüssigkeit in die hohle Hand splashen und grosszügig überall dort applizieren, wo man mag, dann sollte einer langanhaltenden Beduftung nichts im Weg stehen.

Ein Duft wie Wellington von Geo.F. Trumper ist zwar uralt, aber nicht altbacken – ganz im Gegenteil. Na, neugierig geworden? Schön, dass ihr bis hierher mitgelesen habt.

Watch this: http://www.youtube.com/watch?v=LsK5MoJZ75M

Nachtrag vom 14.03.12
Ich habe heute Abend den Direktvergleich zwischen Penhaligon’s Blenheim Bouquet und Wellington gemacht.

Blenheim Bouquet ist von Beginn an in der Kopfnote von agrumenreichem Duft, für mich ein wenig zu aufdringlich zitrisch, wenn auch nicht negativ.

Nach etwa zwei Stunden sind die Düfte in etwa dieselben wobei, für meine Nase, Wellington eben zur Zurückhaltung neigt, während Blenheim Bouquet sich immer noch stark in den Vordergrund drängt.

Ich persönlich komme erneut zum Fazit: Ich mag die Zurückhaltung mehr als das Prahlerische.