Rasur des Tages, 21.10.17

Heute kam der Rocnel Elite mit 2mm Klingenspalt zum Einsatz, auch hierfür danke an Michael für die Gelegenheit den Wunderschönen testen zu können.
Wie ihr seht, kam der schöne Rasierpinsel aus Nightdivers Hand und die Lavanda RC zum Einsatz.
Vorbereitung wie gehabt, heisses Tuch, Proraso. Klinge RED (2).

Also das Beste zuerst. Der Rocnel Elite ist wunderbar verarbeitet, er sieht ganz toll aus und die Haptik verspricht so einiges.
Ernüchterung war jedoch beim Einlegen der Klinge zu verzeichnen. Die Nocken passten nicht 100% in die Aussparungen der Klinge.
Mit ein wenig Drücken konnte ich die Klinge letztlich in der Kopfplatte arretieren.
Ich kann mir aber vorstellen, dass diese Quetschung, so minimal sie auch sei, sich nicht gut auf die Klingenspannung auswirkt.
Die Klinge klemmte also in der Kopfplatte, diese wurde dann auf die Grundplatte gesetzt und mit dem Handle festgeschraubt. Auch bei diesem Vorgang konnte ich einen erheblichen Druck verspüren, bis sich die Klinge in ihrer endgültigen Lage befand und man muss aufpassen, dass man mit den Fingern am abgerundeten Kopf nicht ausrutscht beim Zuschrauben.
Die Rasur erst mit, dann gegen und zuletzt noch quer zur Wuchsrichtung des Barts, kann ich als angenehm und einigermassen sanft bezeichnen.
Der Rocnel ist jedoch kein eigentlicher Sänftling. Er rasiert auf R41 Niveau aber mit weniger von dessen Ruppigkeit.

Leider und das ist der Wermutstropfen, habe ich mich mit der Aussenkante der Klinge über der Lippe stark geschnitten, wahrscheinlich als ich eine Kurve mit dem Rasierer ausgeführt habe. Kurze Unaufmerksamkeit meinerseits hat sich elend gerächt.
Die Verletzung ist auf dem Niveau eines Schnittes mit dem Rasiermesser. Also nicht unbedingt ein niedlicher Cut. Der Klingenrand hat sich tief in und unter die Haut eingefräst.

Fazit: Ein Rasierhobel, der Aufmerksamkeit verlangt. Zumal die Klinge extremer Spannung ausgesetzt ist und dadurch unverzeihlich gegenüber extravaganten Bewegungen ist. Das Abschrauben der Kopfplatte war auch noch erwähnenswert. Es ging schwer, da ich das nicht erwartet hatte und ausrutschte, schnitt ich mich auch noch in den Finger. Das entfernen der Klinge aus der Kopfplatte war knifflig. Erst musste mit einigem Einsatz von Gewalt die eine Seite aus den Nocken gehoben werden, dann die andere.
Bei meinen Testfreunden konnte ich in Erfahrung bringen, dass auch sie dieses Problem erkannt hatten. Der Eine gab an, einen Spatel zu Hilfe genommen zu haben. Der Andere testete andere Klingen und teilte mir mit, dass nicht alle Klingenhersteller Genauigkeitsfanatiker seien. Andere Klingen würden sehr gut passen und direkt in die Nocken „gesaugt“ werden.

Genug gemeckert. Der Hobel rasiert einigermassen sanft und vor allem sehr gründlich. Das gefiel mir nebst seinem ausserordentlich schönen Aussehen am besten.

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