Espressomaschine ECM Classika II PID

Heute einmal ein etwas anderer Eintrag hier.

Ich habe heute die Brühgruppe meiner oben genannten Espressomaschine auseinandergenommen. Das hatte ich bereits letzte Woche getan und dabei festgestellt, dass mit Fett alleine hier keine Abhilfe zu schaffen war. Es quietschte beim Espressobezug zwar nicht mehr, nachdem ich alles sauber eingefettet hatte, aber die Stössel waren allesamt nicht mehr state of art.

Also habe ich mir neues Innenleben bestellt und auch das Flow Control Ventil kam pünktlich an.

So wurden alle Teile höchstvorsichtig auseinander geschraubt. Ich muss vielleicht anfügen, für diejenigen, deren Interesse das vielleicht weckt. Es handelt sich um eine ECM E61 Brühgruppe, eine leichte Abwandlung der allseits bekannten und beliebten FAEMA E61.

Werkzeug!
Das alles und einen feuchten Lappen sowie hochtemperaturfestes Silikonfett und zwei Blätter Haushaltpapier habe ich verwendet.

Ich habe also begonnen die Verschraubungen zu lösen. Dazu habe ich die verchromten Teile mit einem Stück weichen Leders geschützt.

Und auch die Oberfläche der Maschine habe ich mit einem Stück Leder geschützt, das ich wie einen Latz um die Brühgruppe gebunden habe.

Nachdem alle Teile wie auf einer Explosionszeichnung auf dem Tisch hingelegt waren., habe ich die neuen Teile neben die jeweils alten gelegt.

Ich habe mir überlegt, dass wenn ich die neuen Teile dort, wo sie aufeinanderreiben, nicht nur einfette, sondern zusätzlich auf der Poliermaschine poliere, sie dann vielleicht länger mit weniger Reibung funktionieren werden. Also habe ich das getan.

Hier kann man noch den Abrieb an den alten Teilen sehen.

Der alte Exzenter liegt auf dem neuen, noch unpolierten. Der Abrieb, denke ich, ist auf allen Teilen gut zu erkennen.

Das sind die neuen Teile vor der Politur.

Und oben nach der Politur. Alles wurde sparsam, aber gut eingefettet, die Dichtungen der Exzenterwelle wurden ersetzt und auch gefettet.
Danach wurde alles wieder zusammengeschraubt und zwar genau so vorsichtig, wie zuvor beim Auseinandernehmen.

Das Flow Control Ventil wurde nach Anleitung eingesetzt und justiert. Dazu habe ich das Gewinde mit Teflonband umwickelt, um es abzudichten. Das Stück Teflonband ist übrigens beim Ventil nicht dabei (ECM, das solltet ihr für den Preis bitte dazupacken).

Ich musste ganz wenig den Druck nachjustieren, da er vorne auf der Gruppe nicht 9 Bar betrug, sondern nur 8.5, obwohl das Manometer links im Bild immer schön auf 9 Bar stehen blieb. Aber das hatte ich bereits erwartet.

So nun noch ein paar Impressionen der Ventilteile und wie sie zusammengehören. Achja, um das Flow Control Ventil einzubauen, muss die obere Feder am unteren Auslauf gegen eine stärkere getauscht werden. Das hebelt dann die automatische Präinfusion aus, aber die wird ja jetzt manuell kontrolliert. Mal sehen, wenns nicht passt, wird das ganze wieder in den Originalzustand versetzt, sprich, die ollen Teile werden wieder eingebaut, die Feder wieder getauscht und das Manometer wieder entfernt. Die Teile habe ich ja schliesslich nicht weggeworfen. Aber ich denke mir, ich werde Spass dran haben.

Rasur des Tages, 28.05.2020

Blutt Rasierhobel

Ja, mir ist bewusst, dass ich hier bereits länger nicht mehr geschrieben habe.

  • heisses Tuch
  • kein PreShave
  • RC Penhaligons Blenheim Bouquet
  • Geoff Anderson mit Silberspitze
  • Testhobel BLUTT mit milder Grundplatte (Klingenspalt 0,69mm)
  • Neue Gillette Bleue Extra
  • m+g+q und ein wenig ausputzen
  • kalte Gesichtswäsche
  • Acqua die Camaldoli AS

Eine tolle Rasur mit am Schluss ein wenig Ausputzen, aber dafür danach BBS. Toller Hobel, hier noch der Link zur Vorstellung.

Rasur des Tages 19.02.2020

  • heisses Tuch
  • Floïd Pre Shave
  • Lea Rasierseife
  • Nightdivers K2 Supreme Green Two Band
  • PILS Edelstahl-Rasierhobel 101NE
  • Wilkinson New Stainless wahrscheinlich 1969
  • m+g
  • kalte Gesichtswäsche

Die Rasur war äusserst sanft und wunderbar gründlich. Der Pils lässt sich jedoch weniger gut halten, als zum Beispiel sein Klon iKon H20. Der Griff wird auf Grund der fehlenden Rändelung sehr glatt. Aber vom Design her, eine absolute Schönheit und auch makellos verarbeitet.

Rasur des Tages 16.02.2020

  • heisses Tuch
  • T&H West Indian Limes RC
  • Thäter Schweineborste
  • iKon H20
  • New Wilkinson Stainless
  • m+g
  • kalte Gesichtswäsche

In zwei Durchgängen BBS. Der iKon H20 ist ein wunderbarer Rasierhobel.

Rasur des Tages, 02.11.2019

Mein Freund Georges hat mich grad angefixt.

Mein Schick Injector Type D ist einer meiner Schönsten dieser Art.

Er wurde mit einer neuen Schick Klinge bestückt, RP ist ein Geoff Anderson Octagon Two Band. Dieser schäumte eine St. James of London, Cedarwood & Clarysage auf.

Die Rasur war nicht ganz blutfrei, das weil ich mich zuwenig auf die Rasur eingelassen hatte, die sich doch von der Rasur mit DE Klingen unterscheidet.

Aber alles in allem eine tolle Rasur mit schönem Equipment.

Rasur des Tages 04.07.2019 (Afeitado)

Heute war ich in Donostia (San Sebastian) unterwegs, als ich auf der Suche nach einer Tapasbar durch einen Feuerwehreinsatz aufgehalten wurde.
Glücklicherweise stand ich direkt vor einem Barbershop, der auch klassische Rasur anbot.

© by A. Rodriguez

© by A. Rodriguez

Ich also kurzentschlossen hinein und auch gleich bedient worden.
Der Barber verstand sein Handwerk. Nach einer kurzen Vorarbeit mit dem elektrischen Trimmer für Bart, Schnurrbart, Augenbrauen und den anderen Haaren, die störten, wurde mein Gesicht in ein heisses Tuch eingeschlagen, was äusserst angenehm war, trotz der Hitze, die draussen herrschte.
Dann folgte das Eincremen mit einem PreShave und noch einmal ein heisses Tuch und das Einmassieren. Dann erfolgte der Auftrag des Rasuröls.
Der Barber desinfizierte seine Shavette mittels Alkoholauftrag und anzünden desselben auf der Shavette.

© by A. Rodriguez

Dann legte er eine halbe Personna ein und legte los.
Die Rasur war äusserst angenehm und gründlich. Lediglich ein kleiner Blutpunkt am Kinn resultierte, das passiert auch mir oft, da ich dort sehr empfindlich auf die Rasur reagiere.

Ich habe ihm von diesem Blog erzählt und fragte ihn, ob ich über ihn berichten dürfe und auch ein paar Bilder einstellen dürfe. Er bejahte, was mich sehr freute.

© by A. Rodriguez

(La versión en castellano sigue, gracias por afeitarme)

Rasur des Tages, Auffahrt, 30.05.2019

Rasur des Tages aus der Dependence:

-heisses Tuch

-Penhaligon’s Opus 1870 RC

-Vie-Long 16510 edle Silberspitze mit 49mm Custom Loft

-Gillette British 40s Fat Handle Tech

-Gillette Bleue Extra (8)

-m+g+q

-kalte Gesichtswäsche

-L‘Occitane Eaux des Beaux EdC

Eine wunderbar glatte und sanfte Wohlfühlrasur ist das geworden.

Rasur des Tages, 21.11.17

-heisses Tuch
-Floid Sandolor Preshave
-LEA Classic RS
-Morris&Forndran-Pardus
-1″ Koraat-Wolf „Kaishaku“, Zebranoschalen
-Abzug auf InJeNer Custom Strop #3 mikri
-m+g
-kalte Gesichtswäsche
-Acqua die Camaldoli AS

Nach dem Abzug auf dem InJeNer Custom Strop war das Messer ultrascharf und vorallem sehr sanft.
1″ bester Stahl glitt durch die Stoppeln quasi ohne Geräusch und schon nach dem ersten Zug wusste ich, das wird gut werden. Dieses Rasiermesser ist nicht nur ein handwerkliches Kunstwerk, es hat auch hohen Gebrauchswert. Ich liebe dieses Messer.

Rasur der Tage, 23. & 28.10.17

Ich konnte den Rocnel Elite mit 1,9mm Klingenspalt testen.

Die erste RdT vom 23.10.17 wie folgt:
-heisses Tuch
-Floid Sandolor Preshave
-Attkinsons for Gentlemen RC
-24er Herber High Mountain White 2-Band
-Rocnel Elite 1,9mm mit Dorko Stainless Klinge
-m+g+q
-kalte Gesichtswäsche
-Knize Ten AS

Die Rasur mit der Dorko Klinge war soundmässig überraschend. Die Klinge knisterte sich lautstark durch den Bart und man fühlte förmlich jedes Barthaar sterben. Die Rasur war sehr sanft aber nicht sehr gründlich.
Der Hobel tat sein Bestes und die Klinge versuchte es zumindest.
Beim Einlegen der Klinge stellte ich fest, dass auch sie nicht ganz in die Kopfplatte passte, ähnlich dem Problem mit dem Rocnel Elite 2mm, aber deutlich geringer. Es war kaum spürbar, dass die Klinge nicht sanft über die Nocken glitt.
Das Zuschrauben ging dementsprechend einfach und verletzungsfrei. Das Ganze mit der Passgenauigkeit scheint eher ein Problem der Klingen als eines des Hobels zu sein, dieser ist unwahrscheinlich sauber und schön verarbeitet.
Also, Fazit: Der Hobel tut was er soll und das erst noch mit blendendem Aussehen. Er ist der Chippendale, der auf dem Bau arbeitet. Für mich sollte er einen Platz im Museum of modern Arts sein oder zumindest einen Red Dot Award erhalten.

Die zweite Rasur vom 28.10.17 wie folgt:
-heisses Tuch
-Floid Sandolor Preshave
-Penhaligons Blenheim Bouquet RC
-El Druida Vimocca (Bocote & Cocobolo) 24er Best Badger
-Rocnel Elite 1,9mm mit Rapira Swedish Supersteel Klinge (1)
-m+g+q
-kalte Gesichtswäsche
-GFT Spanish Leather

Die Rasur war absolut fantastisch. Die Rapira glitt praktisch lautlos durch die Bartstoppeln und da ich mittlerweile schon ein Gefühl für den Hobel entwickelt hatte, liess der sich äusserst gepflegt führen.
Nach drei Durchgängen war mein Gesicht BBS rasiert. Ich hatte bereits länger keine derart unkomplizierte Rasur erlebt, wie gerade diese. Die Rapira hatte ich mir aus einer Laune heraus ausgewählt. Obwohl ich eigentlich auf diese sehr scharfen Klingen gar nicht stehe, aber was tut man nicht alles für einen Test. Ich wollte es wissen, wollte wissen, wie der Hobel sich mit einer der sehr scharfen Klingen versteht. Es war symbiotisch.
Das Einlegen der Rapira war erneut mit der Passproblematik behaftet und sie klemmte ein klein wenig mehr als die Dorko.
Fazit: Der Rocnel Elite 1.9mm verträgt sich sehr gut mit einer der wirklich scharfen Klingen wie der Rapira, die nicht gerade im Ruf steht, auch eine Sanfte zu sein. Die Dorko hatte bereits ein paar Rasuren hinter sich, mit dieser Klinge habe ich nicht die guten Erfahrungen gemacht, wie andere meiner Kollegen. Ich bin kein Dorko Fan. An dieser Klinge gefiel mir nichts ausser dem Sound.

Mit bestem Dank noch einmal an Michael Laufenberg für die Gelegenheit diese schönen Hobel testen zu dürfen.

Rasur des Tages, 21.10.17

Heute kam der Rocnel Elite mit 2mm Klingenspalt zum Einsatz, auch hierfür danke an Michael für die Gelegenheit den Wunderschönen testen zu können.
Wie ihr seht, kam der schöne Rasierpinsel aus Nightdivers Hand und die Lavanda RC zum Einsatz.
Vorbereitung wie gehabt, heisses Tuch, Proraso. Klinge RED (2).

Also das Beste zuerst. Der Rocnel Elite ist wunderbar verarbeitet, er sieht ganz toll aus und die Haptik verspricht so einiges.
Ernüchterung war jedoch beim Einlegen der Klinge zu verzeichnen. Die Nocken passten nicht 100% in die Aussparungen der Klinge.
Mit ein wenig Drücken konnte ich die Klinge letztlich in der Kopfplatte arretieren.
Ich kann mir aber vorstellen, dass diese Quetschung, so minimal sie auch sei, sich nicht gut auf die Klingenspannung auswirkt.
Die Klinge klemmte also in der Kopfplatte, diese wurde dann auf die Grundplatte gesetzt und mit dem Handle festgeschraubt. Auch bei diesem Vorgang konnte ich einen erheblichen Druck verspüren, bis sich die Klinge in ihrer endgültigen Lage befand und man muss aufpassen, dass man mit den Fingern am abgerundeten Kopf nicht ausrutscht beim Zuschrauben.
Die Rasur erst mit, dann gegen und zuletzt noch quer zur Wuchsrichtung des Barts, kann ich als angenehm und einigermassen sanft bezeichnen.
Der Rocnel ist jedoch kein eigentlicher Sänftling. Er rasiert auf R41 Niveau aber mit weniger von dessen Ruppigkeit.

Leider und das ist der Wermutstropfen, habe ich mich mit der Aussenkante der Klinge über der Lippe stark geschnitten, wahrscheinlich als ich eine Kurve mit dem Rasierer ausgeführt habe. Kurze Unaufmerksamkeit meinerseits hat sich elend gerächt.
Die Verletzung ist auf dem Niveau eines Schnittes mit dem Rasiermesser. Also nicht unbedingt ein niedlicher Cut. Der Klingenrand hat sich tief in und unter die Haut eingefräst.

Fazit: Ein Rasierhobel, der Aufmerksamkeit verlangt. Zumal die Klinge extremer Spannung ausgesetzt ist und dadurch unverzeihlich gegenüber extravaganten Bewegungen ist. Das Abschrauben der Kopfplatte war auch noch erwähnenswert. Es ging schwer, da ich das nicht erwartet hatte und ausrutschte, schnitt ich mich auch noch in den Finger. Das entfernen der Klinge aus der Kopfplatte war knifflig. Erst musste mit einigem Einsatz von Gewalt die eine Seite aus den Nocken gehoben werden, dann die andere.
Bei meinen Testfreunden konnte ich in Erfahrung bringen, dass auch sie dieses Problem erkannt hatten. Der Eine gab an, einen Spatel zu Hilfe genommen zu haben. Der Andere testete andere Klingen und teilte mir mit, dass nicht alle Klingenhersteller Genauigkeitsfanatiker seien. Andere Klingen würden sehr gut passen und direkt in die Nocken „gesaugt“ werden.

Genug gemeckert. Der Hobel rasiert einigermassen sanft und vor allem sehr gründlich. Das gefiel mir nebst seinem ausserordentlich schönen Aussehen am besten.